Anwendungsfälle
KI für Selbstständige: Fünf Aufgaben, die du abgeben kannst
Angebote, Kundenmails, Website-Texte, Beiträge und die Vorbereitung für den Steuerberater: fünf Aufgaben für ein KI-Werkzeug. Und wo du selbst bleibst.
Veröffentlicht am 1. September 2026
Auf einen Blick
- Fünf Aufgaben: Angebots- und Rechnungstexte, Kundenanfragen, Website-Texte, Beiträge für soziale Netzwerke, Vorbereitung für den Steuerberater.
- Eine Vorlage je Aufgabe hält deinen Ton fest. Danach reichen Stichworte als Arbeitsauftrag.
- Zahlen, Zusagen und die Freigabe bleiben bei dir. Kundennamen kommen erst im Mailprogramm dazu.
- Ein Geschäftstarif für etwa 20 bis 30 € im Monat reicht. Mehr Werkzeuge machen es nicht besser.
Kurz gesagt: Wenn du allein arbeitest, kannst du fünf Aufgaben an ein KI-Werkzeug abgeben: Angebots- und Rechnungstexte, Antworten auf Kundenanfragen, Texte für die Website, Beiträge für soziale Netzwerke und die Vorbereitung deiner Unterlagen für den Steuerberater. Das Werkzeug schreibt Entwürfe aus deinen Stichworten, in deinem Ton, mit einer Vorlage, die du einmal anlegst. Zahlen, Zusagen und die Freigabe bleiben bei dir. Für den Anfang reicht ein Geschäftstarif für etwa 20 bis 30 € im Monat.
Angebote und Rechnungstexte
Die meisten Selbstständigen bieten fünf, sechs Leistungen immer wieder an. Für jede legst du eine Vorlage an: was du lieferst, wie du es beschreibst, welche Bedingungen dazugehören. Der Arbeitsauftrag ist dann kurz: „Angebot für eine Fotografin: Website-Texte für fünf Seiten, zwei Korrekturrunden, Lieferung in drei Wochen. Preis lasse ich als Platzhalter.“ Der Entwurf kommt, du setzt die Zahl ein, liest, schickst. Rechnungstexte gehen genauso, die Beträge tippst du selbst.
Kundenanfragen beantworten
Terminbestätigung, Nachfassen bei einem offenen Angebot, die dritte Antwort auf „Was kostet das ungefähr?“: Das sind Mails, die dich jedes Mal Zeit kosten und nie besser werden. Eine Vorlage mit deinem Ton, ein Satz als Auftrag („Freundlich absagen, Termin am Mittwoch passt nicht, zwei Alternativen anbieten“), und der Entwurf steht. Den Namen des Kunden setzt du in deinem Mailprogramm ein, nicht im Werkzeug.
Website-Texte und Beiträge für soziale Netzwerke
Die Seite „Über mich“, die seit zwei Jahren „in Arbeit“ ist. Die Leistungsbeschreibung, die du selbst nicht lesen magst. Hier hilft das Werkzeug beim Anfang, und der Anfang ist das Schwerste. Du gibst ihm ein paar Sätze, wie du über deine Arbeit sprichst, und es liefert drei Fassungen. Prüfen und kürzen musst du, schreiben nicht mehr. Wenn nichts davon nach dir klingt, ist die Vorlage schuld, nicht das Werkzeug: Sie braucht Beispiele deiner eigenen Sätze.
Für Beiträge gilt dasselbe. Der Text über die letzte Baustelle, das Foto aus der Werkstatt, der Hinweis auf freie Termine im Oktober: Aus drei Stichworten macht das Werkzeug einen Entwurf in deiner Länge und deinem Ton. Was es nicht kann: entscheiden, was du zeigen willst. Und Bilder, die echt aussehen, aber KI-erzeugt sind, müssen seit August 2026 als solche erkennbar sein. Bleib bei deinen eigenen Fotos, dann stellt sich die Frage nicht.
Vorbereitung für den Steuerberater
Die Buchhaltung bleibt beim Profi. Aber das Sortieren davor kannst du abgeben: Belegbeschreibungen vereinheitlichen („Bewirtung, Kundengespräch, zwei Personen“ statt fünf Schreibweisen), eine Liste der offenen Fragen an den Steuerberater sammeln, aus dem Durcheinander im Ordner eine Übersicht machen. Kundennamen und Kontodaten gehören dabei nicht ins Werkzeug. Beschreibungen ohne Namen reichen für diese Arbeit völlig.
Was beim Menschen bleibt
Jede Zahl. Jede Zusage. Jeder Satz, der rausgeht. KI schreibt in deinem Namen, und du haftest für das, was sie schreibt. Deshalb gilt: Was rausgeht, hast du gelesen. Bei einem Solo-Betrieb ist das keine Regel auf einer Seite, sondern ein Handgriff, den du dir angewöhnst.
Kundendaten sind der zweite Punkt. Name, Adresse oder den Mailwechsel eines Kunden in ein Werkzeug zu geben ist Verarbeitung nach der DSGVO. Die kostenlose Version hat in der Regel keinen Trainingsausschluss und keinen Auftragsverarbeitungsvertrag, ein Geschäftstarif meist schon. Der einfachste Weg bleibt: Platzhalter statt Namen. Das ist unsere praktische Einschätzung, keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit entscheidet dein Anwalt oder Datenschutzbeauftragter.
Was sich nicht lohnt
Wenn du in der Woche eine Stunde Büro hast, lohnt sich keine Einführung. Dann reicht eine Vorlage und die richtige Einstellung, und das zeigen wir dir in 90 Minuten.
Wenn du drei Werkzeuge ausprobiert hast und keins richtig nutzt, ist das vierte nicht die Lösung. Eins reicht. Am besten das, das in den Programmen steckt, die du sowieso benutzt.
Und wenn dein Problem nicht das Schreiben ist, sondern dass zu wenig Anfragen kommen, hilft dir ein Textwerkzeug nicht. Dann ist es Killefitz.
Wir sind selbst ein kleiner Betrieb und arbeiten seit Jahren täglich so: Vorlagen für Angebote und Mails, Geschäftstarif mit Trainingsausschluss und Vertrag, keine Kundendaten im Werkzeug, alles wird gelesen. Die fünf Aufgaben oben sind unsere eigenen.
Fazit
Fünf Aufgaben, ein Werkzeug, eine Vorlage je Aufgabe. Mehr braucht ein Solo-Betrieb für den Anfang nicht. Welche zwei davon bei dir zuerst dran sind, klären wir in der Orientierung, siehe KI für Selbstständige. Ob die Gratisversion reicht, steht in Kostenlose KI oder Geschäftstarif.